1. Februar SCHREIBENDE SCHACHMEISTER

    KALENDER: Jackson Whipps Showalter *1860-1935, am. Meister – Steinitz verteidigt 1889 gegen Tschigorin den WM-Titel -E Savielly Xavier Tartakower †1956

    Georg Marco – Groß-, Dick- und Breitmeister
    Trotz beachtlicher Schachstärke im Turnierschach ist der am 29. November 1863 in Czernowitz geborene Georg Marco,
    heute vor allem als Chefredakteur der renommierten Wiener Schachzeitung wie als Autor zahlreicher Turnierbücher bekannt.
    (Wien 1903 und 1908, Barmen 1905, Karlsbad 1907, Baden 1914, Wettkampf Lasker- Tarrasch 1908).
    Mit diesen Werken wurde der Wiener zum Lehrmeister einer neu heranwachsenden Generation.
    Beim Schreiben war Marco ohne Zweifel einsame Weltklasse, und durch ihn wurde die Wiener Schachzeitung zu einem der führenden Schachperiodika der Welt. Marco liebte ››die wuchtigen Worte, die grotesken Übertreibungen« (Armin Friedmann), ganz passend zu seiner enormen Leibesfülle, die ihm letztlich den Spitznamen „Groß-, Dick- und Breitmeister“ einbrachte.

    Kurt Richter – Scharfrichter von Berlin Kurt Richter war „nur“ Internationaler Meister (IM).
    Dennoch hat er für das Schach mehr getan als unzählige Großmeister seiner Generation. Als der am 24. November 1900 in Berlin geborene Deutsche 1929 arbeitslos wurde, entschloss er sich kurzerhand, nur mehr vom Schreiben über Schach zu leben. Er gründete Zeitschriften, verfasste Bücher (allesamt Bestseller) und schuf in der Zeitschrift Schach die Rubrik Schach lehrt Schach – Hohe Schule der Kombination. Bis heute ist dies ein Richtersches Er- folgsrezept. Sein kompromissloser Stil trug ihm den „anerkennenden“ Beinamen »Scharfrichter von Berlin« ein. Kurt Richters Bücher gehören zum Unterhaltsamsten, das man in der Schachliteratur finden kann. Seine Beiträge zur Eröffnungstheorie (Richter-Rauser-Variante) sind ebenfalls bemerkenswert.

    Savielly Xavier Tartakower – und seine Tartakowerismen Savielly Tartakowerwurde am 22. Februar 1887 in Rostow am Don geboren. Seinen österreichischen Vater und seine polnische Mutter verlor in früh bei einem Pogrom. Möglicherweise ist dies der Grund dafür, dass er im Ersten Weltkrieg auf Seiten Österreich-Ungarns kämpfte. lm Zweiten Weltkrieg schloss er sich der Résistance an. Sechsmal vertrat er Polen bei Schacholympiaden und einmal, 1950, Frankreich.
    Stilistisch ist Tartakower der Hypermodernen Schachschule zuzurechnen
    (sein Hauptwerk: Die Hypermoderne Schachpartíe, 1924), doch in Erinnerung geblieben ist er den Schachfreunden vor allem wegen seiner Aphorismen.
    Eine kleine Auswahl:
    „Die Drohung ist stets stärker als die Ausführung“;
    »Es ist immer besser, die Steine seines Gegners zu opfern«;
    »Die Fehler sind da, um gemacht zu werden« oder
    »Der vorletzte Fehler gewinnt«.

    Tartakower erfand auch den Namen für die unorthodoxe Orang-Utan-Eröffnung (1.b4 c6 2.Lb2 a5).
    Video:

Anti-Orang-Utan: 1.b4 c6 2.Lb2 a5
3.a3
3.b5
3.bxa5 andere unregelmäßige Eröffnungen:

Quelle -pdf:

Schachkalender 04.02. proSchach.de
Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 04.02.

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