1. Februar SOWJETISCHE SCHACHGIGANTEN II

    KALENDER: Karel Opošensky *1892-1975, tschech. Meister u. Schiedsrichter –
    Mark Jewgenjewitsch Taimanow *1926, russ. GM

    Isaak Boleslawski – Der große Theoretiker
    Für damalige Zeiten schon früh hatte der am 9.Juni 1919 im heutigen Weißrussland geborene Isaak Efremowitsch Boleslawski seinen volle Stärke als Schachspieler erreicht, mit dem absoluten Höhepunkt beim Budapester Kandidatenturnier 1950, wo er sich mit David Bronstein den 1. und 2. Platz teilte. Die beiden engen Freunde (Bronstein heiratete Boleslawskis Tochter) kämpften um die Chance und die Ehre, gegen Botwinnik, um den WM-Titel zu spielen. Die Geschichte ist bekannt. Bronstein siegte, und für Boleslawski begann ein zweiter Frühling als Coach, Trainer und Theoretiker. Unter anderem führte er den Armenier Tigran Petrosjan zum Weltmeistertitel.

    Alexander Kotow – »Denke wie ein Großmeister«
    Heute ist Alexander Kotow fast unweigerlich als Schachtheoretiker und Verfasser von zahlreichen Büchern, unter anderem einer zweibändigen Aljechin-Biografie, in Erinnerung. Dabei wird oft vergessen, dass Kotow in den fünfziger Jahren zu den absoluten Spitzenspielern gehörte, mit einem überragenden Resultat beim lnterzonenturnier in Stockholm 1952 (16,5 Punkte aus 20 Partien).
    Seine absolute Glanzpartie spielte Kotow 1973 in Zürich gegen Juri Awerbach, mit einem in der Schachgeschichte selten gesehenen Hineinziehungsopfer (-› 12. Aug.).

    Mark Taimanow
    Denke wie ein Großmeister (1970) oder Spiele wie ein Großmeister (1978) gehören in jede seriöse Bibliothek des königlichen Spiels.
    Mark Taimanow – Der Pianist »Jetzt bleibt mir nur noch die Musik«, das waren die traurig-sentimentalen Worte Taimanows, nachdem er 1971 auf Grund seiner vernichten- den 6:0-Niederlage im Kandidatenmatch gegen Fischer vom sowjetischen Verband auf Jahre für alle Auslandstourneen gesperrt wurde. Dabei war Mark Jewgenjewisch Taimanow ein begnadeter Schachspieler, zweimaliger Meister der Sowjetunion, 23-maliger Teilnehmer an diesem stärksten nationalen Turnier der Welt und 1994 bzw. 1995 zweimaliger Seniorenweltmeister. Daneben bedeutete ihm die Musik unendlich viel – als Erholung vom Schach, wie er einmal sagte. Doch galt dies für Taimanow auch im umgekehrten Sinn. Er war einer jener Menschen, denen die Musen gnädig waren und viele Talente in den Schoß legten.

Karte_Sowjetunion_Sowjetische_Flagge
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Quelle -pdf:

Schachkalender 07.02. proSchach.de
Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 07.02.

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