10. März PORTRÄT: ROBERT JAMES FISCHER II

KALENDER: Anna Sosulia *1980, ukr. WGM

Robert »Bobby« James Fischer
9. März 1943 in Chicago
Vereinigte Staaten von Amerika
11. Schachweltmeister von 1972 bis 1975


››lch will Schach spielen, das ist alles, was ich jemals tun will.«
Robert James Fischer wurde am 9. März 1943 in Chicago geboren. Seine alleinerziehende Mutter Regina war Krankenschwester in Brooklyn, New York, den Vater lernte Bobby nie kennen. Die Schachregeln brachte ihm die ältere Schwester Joan bei.

Carmine Nigro, der Vorsitzende des New York Chess Club, wurde Bobbys erster Trainer.
1956 kam Fischer als 13-Jähriger durch die 15. Partie des Jahrhunderts gegen Donald Byrne in die Schlagzeilen.
Mit 14 war Bobby erstmals US-Champion, 1958 mit 15 Jahren der bis dahin jüngste Großmeister der Geschichte. Er gab nun die Highschool auf, um nur für das Schach zu leben.

Achtmal in Serie gewann Fischer die US-Meisterschaft, 1964 mit einem Hundertprozentscore (11 aus 11). Fischer wollte schon damals Weltmeister werden. ln Curaçao 1962 reichte es für den vierten Platz. Daraufhin beschuldigte Fischer die teilnehmenden sowjetischen Spieler, untereinander Remispartien abzusprechen, um ihre Kräfte für den Kampfgegen ihn zu schonen. Die FIDE änderte als Antwort den Modus für Kandidatenturniere.

Dennoch scheiterte Fischers nächster Anlauf zur Schachkrone, als er das Turnier (überlegen in Führung liegend) kurzerhand abbrach. 1970 gewann er souverän das lnterzonenturnier in Palma de Mallorca, 1971 die Kandidatenwettkämpfe gegen Mark Taimanow und Bent Larsen mit dem für undenkbar gehaltenen Ergebnis von 6:0, dann auch das Finale gegen Tigran Petrosjan mit 6,5:2,5.
Fischer hatte während dieser Ausscheidungskämpfe einen für moderne Zeiten sagenhaften Rekord aufgestellt:
20 Gewinnpartien in Serie. Ob wir je wieder dergleichen erleben werden?

Der legendäre Wettkampf gegen Spasski durfte nun stattfinden. -› 1. September 1969 erschien Fischers exzellentes Buch My 60 Memorable Games (dt. Meine 60 denkwürdigen Partien).
Bereits 1966 hatte Fischer Bobby Fischer Teaches Chess (dt. Bobby Fischer lehrt Schach) verfasst, ein nach dem Prinzip des Programmierten Lernens aufgebautes Lehrwerk. Mit über eine Million verkauften Exemplaren ist es das kommerziell erfolgreichste Schachbuch aller Zeiten.

Karpow über Fischer:
„. . .am charakteristischsten war für ihn die sportliche Seite: die Ausreizung aller Kampfchancen bis zum Letzten.“

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Quelle: -pdf.

Schachkalender 10.03. proSchach.de
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