11. März ROBERT JAMES FISCHER -Bobby Fisher Interview

KALENDER: Wjatscheslaw Wassiljewitsch Ragosin †1930 -Joel Benjamin *1964, am. GM

Robert »Bobby« James Fischer
9. März 1943 in Chicago
Vereinigte Staaten von Amerika
11. Schachweltmeister von 1972 bis 1975


Interview 1960 mit Román Torán Das Interview mit Bobby Fischer (E *9. März) wurde 1960 während der Schacholym- piade in Leipzig gemacht und in Ajedrez Español (Juli 1961) und nochmals in Pablo Moráns Buch ››Bobby« Fischer su vida y partidas (1971) abgedruckt. Hier einige Kernaussagen:

Russen: (nach einem Besuch 1958 in Moskau) Sie anerkennen mich, da sie spüren, dass ich sie schlagen werde.

Tagesrhythmus: (auf die Frage, was man außer Schach macht) Nichts. Vielleicht Le- sen, Radiohören, Kino. Schule: Pure Zeitvergeudung für mich. Ich möchte Schachweltmeister werden, Sie [die Lehrer] können mir dort nichts beibringen.

Arbeitsstunden für Schach: Verschieden. Manche Tage ziemlich viele Stunden. An anderen Tagen schaue ich das Brett nicht einmal an. Über Schach: Schach ist eine Herausforderung, jede Partie und die gilt es zu meistern.

Bester Schachspieler: Möglicherweise Capablanca.

Schach 1930: Das ist kein Vergleich. Heute gibt es viel mehr gute Spieler, und das technische Wissen ist immens.

Stärkster aktiver Spieler: Schwierig. Botwinnik und Tal vielleicht.

Ich mag auch Spasski, aber ich glaube Petrosjan ist der Stärkste. Seine Schwäche sind zwar die vielen Remisen, auch gegen Spieler, die er leicht schlagen könnte. Vielleicht ein Mangel an Selbstbewusstsein. Eigenes Selbstbewusstsein: ich möchte Schachweltmeister werden.

Reshevsky: (damals sein größter amerikanischer Rivale) Ein guter Spieler, der die Eröffnungen heute besser als in seiner Glanzzeit kennt. Aber sein Spiel ist schwächer. Vielleicht hat er auch einen Fischer-Komplex.

Internationales Schach: Die Russen haben einen großen Vorteil. Sie sind Profis und werden von der Föderation unterstützt. Spieler anderer Länder müssen gewinnen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, oder einer anderen Arbeit nachgehen. Das ist ein schweres Handicap.

FIDE-WM-Regelung: Das Schach ist dadurch nicht gut. Die starken Spieler remisieren untereinander ab und schlagen nur die schwachen Gegner. Das Preisgeld ist zu gering. Sicherlich deshalb, da die FIDE weiß, dass wir ohnehin spielen. Andererseits ist das System auch nicht so schlecht, da zumindest verhindert wird, dass der Weltmeister sich die Gegner wie in den alten Tagen selbst aussucht.

Seine Hoffnungen auf den WM-Thron: Ich habe gute Chancen.
Niemand war in meinem Alter Großmeister.
Vielleicht 1963. Nachfrage ››so bald?«: (Original) Yes. Whynot? Yes, I believe I’II be world champion soon.

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Quelle: -pdf.

Schachkalender 11.03. proSchach.de
Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 11.03.

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