Elo-Werte bzw. Elo-Ratings je Altersklasse und Land


Elo-Werte bzw. Elo-Ratings je Altersklasse und Land hat Kaspars Migla sich aus der FIDE-Datenbank ausgelesen und
wunderbar neu sortiert. Damit gelingt der Überblick je Land und Geburtsjahr sowie auch bzgl.
der entsprechenden Altersklasse ganz einfach.

So schön und praktisch können moderne Webseiten sein.
Hier finden sich historische wie aktuelle Ratingwerte von 2001-heute. (from 2001 up to now).
Und wenn dabei sogar noch ein paar Deutsche in den Top 10 auftauchen, wird´s noch heißer.
Also drücken wir mal Vincent Keymer, dem Herrn Engel+Svane wie den Prinzen die Daumen,
dass man noch viel mehr von Ihnen hört und liest.
Vielleicht wird ja auch in anderen Bundesländern Schach endlich zum Schulfach.
Wie mittlerweile jeder weiß, ist Lernen mit Spaß und Spiel viel effektiver
als stumpfe Aufgaben aus dem letzen Jahrhundert.

Nützlich vielleicht auch zu Spielervorbereitung zur Spielvorbereitung oder
Sekundantenfindung. Macht was draus!

Also hier das Beispiel für die gelungende Webseite: chessratings.top

ELO-ratings_je_Altersklasse_per_age-group
ELO-ratings_je_Altersklasse_per_age-group
screenshot_chessratings.top
Spielerentwicklung_ELO-Zahlen_semihistorisch_ELO-ratings_pro_Land_Geburtsjahr_Altersklasse

Schachkalender – 14.01.

  1. Januar AS TIME GOES BY
    KALENDER:
    1894 wird Lasker gegen Steinitz Weltmeister –
    Humphrey Bogart 1957 Showbiz & Schach Allen, Woody (USA): In seiner typisch ironischen Art meinte Woody Allen einmal: “I was too small for my school chess team.“
    Später schrieb er sogar eine Kurzgeschichte, die er dem Schachthema widmete.
    Bogart, Humphrey (USA): lm unvergesslichen Meisterwerk Casablanca begegnen wir Bogart in der Rolle des Barbesitzers Rick beim Durchspielen einer Schachpartie. Der vom königlichen Spiel besessene Filmstar (er wurde zum besten männlichen Schauspieler aller Zeiten gewählt) und Kettenraucher (Bogart starb an Lungenkrebs) bestand auf diesem zu seiner Biografie passenden Einstieg. Als aufstrebender Künstler hatte er schließlich sein Geld beim Zocken in New Yorker Chess Cafés verdient. Bogart teilte seine Freunde nach deren Schach- wie Trinkfähigkeiten ein.
    Welch bizarre Mischung! Einer seiner großen Triumphe war sein Sieg in einer Simultanpartie gegen Sammy Reshevsky.

    Brando, Marlon (USA): Eine verlorene Partie gegen einen Reporter kommentier- te der leidenschaftliche SchachspielerfoIgendermaßen:“That was the worstinter- view I ever gave.“ (Das war das schlechteste Interview, das ich je gab.)

Chaplin, Charlie (England): Das schachbegeisterte Filmgenie nahm bei keinem Geringeren als Sammy Reshevsky Schachstunden.
Gabor, Zsa Zsa (Ungarn, USA): Die Grande Dame des Films spielte, so besagen ihre Memoiren, mit ihrem Gatten währen der Flitterwochen jeden Tag Schach. Was für eine Partnerin!

Jolson, AI (USA): Der Mann, der 1927 in TheJazz-Singer die ersten — improvisierten — Worte der Filmgeschichte sprach („Wait a minute, wait a minute! You ain’t heard. nothin’ yet! Do you wanna hear ‘Toot-toot—tootsie’?“) gründete auch einen Schach- club fur Radiostars mit dem doppeldeutigen Titel: Knight Riders of the Air (night = Nacht, knight = Ritter; beides wird gleich ausgesprochen).

Lennon, John (Großbritannien): In einer seiner Filmkampagnen für den Frieden spielte John Lennon mit Yoko Ono begleitend zum Song Imagine eine Partie Schach: Beide verwendeten ausschließlich weiße Steine und ein weißes Brett, um die Idee von „Peace and Love“ in die Welt zu tragen.

Wayne, John (USA): Der „Duke“ war beim Schach durchaus reizbar. Nach einer vernichtenden Niederlage gegen den wenig bekannten Schauspieler William Windom soll er in Rage Brett und Figuren vom Tisch gefegt haben — stilecht passend zum Westernheldenimage. Nun, Windom klaubte das Set auf und behielt es als Souvenir. Weitere Schachfreunde im Showbusiness (alphabetisch): Ingmar Bergman, Sarah Bernhardt, Kate Blanchett, Sergei Bondartschuk, Pierce Brosnan, Alistair Cooke, Daniel Craig, Leonardo diCaprio, Henry Darrow, Marlene Dietrich, Sergei Eisenstein, Douglas Fairbanks, Errol Flynn, Henry Fonda, Milos Forman, Harry Houdini, John Huston, Stanley Kubrick, Belinda Lee, Peter Lorre, Madonna, Walter Matthau, Yves Montand, Maureen 0’SuIlivan, Anthony Quinn,Tim Rice, Julia Roberts, Roberto Rossellini, George C. Scott, Shirley Temple, Roger Vadim, Conrad Veidt, Hilary Swank, Emma Watson, Mae West, Billy Wilder

Quelle – pdf:

Schachkalender 14.01. proSchach.de
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Prominente_Schach_Kate_Blanchett
Prominente_Schach_Kate_Blanchett

Schachkalender – 13.01.

  1. Januar UNWIDERSTEHLICH!
    KALENDER: Enrico Paoli *1908-2005, ital. GM u. Studienkomponist

    Ein paar Worte zu Sam Loyd (30.01.1841—10.04.1911):
    Trotz beachtlicher Stärke als Schachspieler war Loyd schon in jungen Jahren vor allem den mathematischen Rätseln zugeneigt. Dennoch haben viele seiner Problemkunstwerke Eingang in die Literatur gefunden, oftmals unter Pseudonymen wie King, Knight oder Bishop.
    Das hier besonders hervorzuhebende und präsentierte Problem leiht er sich übrigens einen Gedichttitel von Henry Wadsworth Longfellow aus.
    Sam Loyd Excelsior 1858 London Era — 13. Januar 1861
    Matt# In 5 Zügen
    Schön locker bleiben und ja keine Angst, Sie müssen sich auf keine unmögliche Denkakrobatik einlassen. Beim berühmten Excelsior-Problem darf das »höher hinauf “steigen”
    (das ist die Bedeutung des lateinischen Namens – Excelsior –) quasi im Lehnstuhl genossen werden. Samuel Loyd, der Puzzlekönig, hat 1858 einem seiner Problemkollegen, Denis Julien, eine kleine Wette angeboten. Denn dieser behauptete großspurig, immer sofort die Figur zu sehen, die keinesfalls matt setzen könne.
    Nun, wie steht es bei lhnen? Schenken Sie dieser Stellung ein paar Sekunden Aufmerksamkeit. ============================================================
    Jetzt zur Auflösung: Es ist der Bauer auf b2, der den Exekutor macht!
    1. b4!.
    Warum nicht gleich Tf5 und matt im nächsten Zug auff1?
    Klar, der schwarze Turm schaltet sich mit einer Fesselung ein (1 …Tc5), und damit wird Matt in 5, wie oben gefordert, unmöglich.
    Trotzdem kommt zunächst 1…Tc5+. Ein Schlagen 1…Txc2 wird mit 2.Sxc2 beantwortet — und anschließend exekutiert der Winkelzug Tf5-f1 ganz ungestört. Der freche b-Bauer beseitigt das erste Hindernis:
    2.bxc5 und stellt gleich eine direkte Mattdrohung auf, nämlich
    3.Tb1#. Nur 2…a2 kann hier Schutz bieten. Doch das weiße Bauerlein marschiert weiter: 3.c6. Ein Schlagen mit 3.cxb6 gibt dem schwarzen Läufer Zeit, sich mit 3…Lc7 und in der Folge Lf4 oder Lxg3 und Le1 lange genug dazwischenzustellen, um obige Mattforderung in 5 zu unterbinden. Sehen Sie selbst. Dennoch: 3…Lc7. Wieder geht der Bauer unbeirrt seinen Weg: 4.cxb7. Das Tragikomische an der schwarzen Lage: Jeder beliebige Zug wird mit der krönen- den Umwandlung des Bäuerleins mittels 5.bxa8D# (was für eine Notation!) beantwortet.
    Eine alte Zen-Weisheit besagt: „Das Hindernis ist der Weg.“

Quelle – pdf:

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Schachkalender – 12.01.

  1. Januar 2001: ODYSSEE IM WELTRAUM
    KALENDER:
    Szymon Winawer 1920 – Vlastimil Hort *1944, tschech. GM – Sergej Karjakin *1990, ukr. GM HAL 9000 *1992, Bordcomputer in „2001: Odyssee im Weltraum“

    Dr. Frank POOLE – HAL 9000 >>2001: Odyssee im Weltraum<<
    Die vielleicht berühmteste künstliche Partie der Schachgeschichte wird in wenigen Sekunden des legendären Science-Fiction-Epos „2001: A Space Odyssee“ gezeigt.
    Dr. Frank Poole als Vertreter der Menschheit muss sich gegen den
    Supercomputer HAL 9000, dessen lnbetriebnahme im Film auf den 12. Januar 1991 fällt (in Arthur Clarkes Buch dagegen auf den 12. Januar 1997), in der Diagrammstellung hoffnungslos geschlagen geben.

    Die rekonstruierte Partie:
    1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0-0 Le7 6.De2 b5 7.Lb3 0-0 8.c3 d5 9.exd5 Sxd5 10.Sxe5 Sf4! 11.De4 Sxe5 12.Dxa8 Dd3 13.Ld1 Lh3 — hier setzt der Film ein — 14.Dxa6 Lxg2 15.Te1 (Diagramm)
    Obwohl drei schwarze Figuren hängen (Schachterminus für: „sind ungedeckt, schlagbar ohne Kompensation), hat Schwarz Vorteil.

    In dieser Stellung kündigt HAL (KI) inkorrekt ein Matt in zwei Zügen an:
    1…Df3! Lxf3 2.Sxf3#.
    Doch Weiß könnte genau betrachtet anstatt die Dame zu schlagen, die eigene weibliche Majestät, sprich Dame nach h6 bringen oder den h-Bauern vorziehen, um das klare Ende um einige Züge zu verzögern.
    Wie ist HALs Prognose also zu bewerten? Kubrick-Fans sehen darin einen bewussten Hinweis des Regisseurs auf den langsam einsetzenden Zusammenbruch des Computers.
    Andere nehmen es als Ankündigung des KI-Zeitalters, indem nur noch KI die Entscheidungen treffen.

Viel Spekulation gab es auch zur Entstehung des Namens HAL. In Filmkreisen wird gern eine Buchstabentransposition ins Treffen geführt, die sich von der damals führenden Computerfirma IBM (I-1 =H, B-1 =A, M-1=L; alle Buchstaben rücken um genau eine Stelle im Alphabet nach vorn) ableitet. Arthur Clarke dagegen behauptet, HAL sei eine Abkürzung von Heuristic Algorithmic.

Quelle – pdf:

Schachkalender 12.01. proSchach.de
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Schachkalender – 11.01.

  1. Januar VON DER ERÖFFNUNG ZUM ENDSPIEL
    KALENDER:
    Emanuel Lasker +1941

    Gesunder Menschenverstand im Schach (Emanuel Lasker) Der Titel dieses Lasker-Klassikers trifft für die Anforderungen zu, die neben allem Be- rechnen von Varianten und allem Memorieren von Stellungsmustern für das wahre Spiel notwendig sind. Hiermit sind alle Spielphasen gemeint, von der Eröffnung über das Mittelspiel bis zum Endspiel.
    GRUNDELEMENTE: Garri Kasparow sieht, wie viele andere Spieler und Autoren, drei Grundelemente im Schach, die jeder Spieler gemäß seinem Können zu nutzen versucht: Material, Zeit und Qualität. Das eine wird im praktischen Spiel oft gegen das andere getauscht. Hier zeigen sich Erfahrung, Intuition und Begabung.

    Was ist mit diesen Elementen gemeint?
    Material:
    Dabei haben wir eine messbare Größe vor uns, welche die Basis jeder
    wissenschaftlichen Betrachtung des Schachs bilden muss:
    lm Wesentlichen sind es Bauern und Figuren, deren Stärken abzuwägen sind.
    Auf dieser Basis der Bewertung arbeitet auch der Computer. (meist als zenti-Bauern = Zehntel-Bauern)

Zeit: Dieser Faktor ist vielschichtiger als das Grundelement Material, dennoch aber auch für den Amateur deutlich erkennbar: Tempogewinn, Zugzahl für die Umwandlung eines Bauern oder die Berechnung von Opferkombinationen sind Ausdruck des Zeitfaktors.

Qualität: Beim Unterscheiden von guten und schlechten Bauernstrukturen, von starken und schwachen Feldern, von günstigen Vorpostenpunkten, vom Vorteil des Läuferpaars usw. wird die Spreu vom Weizen getrennt, wenn wir über Spielstarke sprechen. Wenn auch die Grundprinzipien für alle gleich bleiben, kann nur ein Meister die Vor-und Nachteile gut und schlecht platzierter Figuren zu jedem Zeitpunkt optimal einschätzen.

ENDSPIELPRINZIPIEN:
„… Dies sind die drei Momente, die dem Endspiel seinen Charakter geben:
die Offensivkraft des Königs, der Freibauer und der Zugzwang.“
(Lasker in — Gesunder Menschenverstand im Schach —)

Offensivkraft des Königs: Je weniger Figuren das Brett belegen, desto stärker wirkt der König mit. Er rückt ganz buchstäblich ins Zentrum des Geschehens, auch wenn er sonst im Zentrum oder offen gefährdet ist. Nimzowitsch hat dies deutlich ausgedrückt:
„Im Mittelspiel ist der König nur Statist, doch im Endspiel ist er einer der Hauptdarsteller.“

Freibauer: Egal wie die sonstige Lage am Brett ist — ein Freibauer, vor allem ein entfernter,
bindet gegnerische Figuren und Ienkt sie so weit ab, dass andere Stellungs- vorteile genutzt werden können. Oft ist sogar das Bilden eines Freibauern durch einen Opfer-Durchbruch zu empfehlen.

Zugzwang: Dieses Wort von Max Lange ist in den allgemeinen Sprachgebrauch ein- gegangen. Wir verstehen darunter eine Brettsituation, in der jeder Zug die eigene Stellung nur verschlechtert. Der Zugzwang ist sowohl in elementaren wie auch in komplexen, Berechnung verlangenden Stellungen zu finden.

Quelle – pdf:

Schachkalender 11.01. proSchach.de
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Schachkalender – 10.01.

  1. Januar VON FELD ZU FELD
    KALENDER:Walter Browne *1949, am. GM – Oleg Romanischin *1952, russ. GM Alisa u. Mirjana Maric *1970, serb. WGM

    Aufgaben anderer Art:
    Dieses Blatt bietet einige ungewöhnlichen Spielereien auf dem Schachbrett.
    A. SPRINGERREISE: Vier schwarze Bauern werden auf die Felder c3, f3, c6 und f6 platziert, ein weißer Springer kommt auf a1 zu stehen. Dieser Springer soll nun in Schlingbewegung alle nicht besetzten oder gedeckten Felder des Schachbretts besuchen, und zwar in der Reihenfolge b1, c1 über h1, dann h2, g2 zurück auf a2 usw. Bitte zu Testzwecken eine Stoppuhr verwenden. Weniger als 10 Minuten sind beachtlich, unter 7 Minuten gilt als ausgezeichnet, und wer gar innerhalb von 2 Minuten das Feld bespringt, darf Großmeisterstärke reklamieren.
    B. BAUERNSTURM: Auf einem leeren Schachbrett werden abwechselnd weiße und schwarze Bauern platziert — irgendwohin, ohne die Feldergrenzen zu beachten. So- bald ein Spieler keinen Bauern mehr setzen kann, hat er verloren. Wer muss dieses Spiel gewinnen, Weiß oder Schwarz?
    C. NARRENMATT: Wie sieht das schnellstmögliche Matt aus?
    D: SCHÄFFERMATT: Das schnellste Matt durch Weiß. im 17. Jahrhundert entstand in Frankreich dieser Name, da sich ein Schachspieler, der darauf hereinfiel, getrost zu den Schafen zählen konnte. Eine andere Erklärung sieht im amourösen Schäferstündchen den Grund für mangelnde Konzentration.
    E. ZUGKOPIEN: In wie vielen Zügen setzt Weiß matt,
    wenn Schwarz jeden Zug spiegelbildlich kopiert?

    A:
    Einfach mit der Stoppuhr kontrollieren.
    B: Der erste Bauer kommt ins exakt geometrische Zentrum des Bretts, danach werden alle schwarzen Züge kopiert. Weiß wird immer als Sieger vom Brett gehen.
    C: 1.f3 e5 2.g4 Dh4#. (gem. Diagramm im Bild bzw. pdf)
    D: 1.e4 e5 2.Lc4 Sc6 3.Dh5 sfe 4.Dxf7#.
    E: In vier Zügen.
    1.d4 d5 2.Dc3 Dc6 3.Dh3 Dh6 4.Dxc8# oder 1.c4 c5 2.Da4 Da5 3.Dc6 Dc3 4.Dxc8#.

Quelle – pdf:

Schachkalender 10.01. proSchach.de
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Schachkalender – 09.01.

  1. Januar ABTAUSCH BIS DIAGONALE
    KALENDER:
    Henry Augustus Loveday +1 848 – Daniel Harrwitz +1884
    Die Sprache der Schachspieler I —> 16. März

    Abtausch: Gleicher Materialwert beider Spieler nach direktem Schlagen von Figuren. Ablenkung: Eine gegnerische Figur wird genötigt, ihren Platz zu verlassen. Abzugsschach: Durch Wegziehen einer Figur wird die Wirkungslinie einer dahinter platzierten Figur frei, eventuell mit Schachgebot.
    Anzug(svorteil): Der erste Zug von Weiß in einer Partie.
    Aufgabe: Beendigung einer Partie, wenn ein Spieler sich geschlagen gibt. Bauerndurchbruch: Der Weg eines Bauern wird durch Opfer eines oder mehrerer anderer Bauern frei geräumt. Bauernendspiel: Außer den Königen sind nur noch Bauern auf dem Brett.
    Bauernkette: Bauern einer Farbe auf einer Diagonale; ohne Leerfelder dazwischen. Bauernmajorität: Zahlenmäßige Bauernüberlegenheit eines Spielers im Zentrum oder auf einem Flügel.
    Bauernschwäche: Nachteilige Position eines oder mehrerer Bauern (z.B. rückständige Bauern, Doppelbauern)
    Bauernstruktur: Generelle Anordnung der Bauern auf dem Spielbrett. Bedenkzeit: Vor der Partie festgelegte Zeit für alle Züge.
    Berger’sches Quadrat: Regel, die besagt, ob ein König einen gegnerischen Bauern noch rechtzeitig vordem Umwandlungsfeld erreichen kann: Befindet sich der König im Quadrat (Seitenlänge: Felderanzahl bis zum Umwandlungsfeld) des Bauern oder kann er es (am Zug befindlich) betreten, holt er den Bauern noch ein.
    Berührt-geführt: Regel, die verlangt, dass ein berührter Stein, wenn möglich“Ich rücke zurecht“)-Ansage<< gemacht Fachbegriff: j’adoube – Französisch.
    Bewegungsregel/Gangart: Vorschrift der Zugmöglichkeiten der Figuren.
    Blitzschach: Partien mit kurzer Bedenkzeit, üblicherweise 5 Minuten pro Spieler. Blockade: Stoppen eines gegnerischen Bauern durch eine Figur. Damenendspiele: Außer Königen und Bauern befinden sich nur Damen auf dem Schachbrett.
    Damenflügel: Schachbrettseite der Dame (a- bis d_-Linie). Damenopfer: Opfer der stärksten Figur.
    Dauerschach: Unentschieden, da ein Spieler ewiges Schach bieten kann.
    Deckung: Eine Figur gleicher Farbe kann auf ein bedrohtes Feld ziehen. Mehr- fachdeckungen sind häufig.
    Diagonale: Eine Linie von Feldern gleicher Farbe, die sich an den Ecken berühren.

Quelle – pdf:

Schachkalender 09.01. proSchach.de
Schachtageskalender 09.01. Schach Tagesereignis, Schachgeschichte, Schachkalender, Schachtageskalender

Schachkalender – 08.01.

  1. Januar TITELTRÄUME
    KALENDER: Boris Werlinsky *1888-1950
    Herman Pilnik *1914-1981, dt.-arg. GM – Alexander Kotow †1981
    Elisabeth Pähtz *1985, dt. WGM

Großmeister 1838 erwähnte die Londoner Zeitung BeIl’s Life erstmals den Titel Großmeister. 1914 verlieh Zar Nikolaus ll. den GM-Titel an die fünf Finalisten des St. Petersburger Turniers:
Lasker, Capablanca, Aljechin, Tarrasch, Marshall.
1927 wurde in der Sowjetunion ein nationaler GM-Titel geschaffen und dieser 1929 auch erstmals an den Landesmeister Boris Werlinsky verliehen. Weiterer >>Rekord<< der Sowjetunion: Der GM-Titel wurde 1931 ersatzlos wieder gestrichen. 1935 erhielt der linientreue Michail Botwinnik den zum zweiten Mal geschaffenen nationalen GM-Titel der Sowjetunion.
1950 zeichnete die FIDE 27 Spieler mit dem Großmeister-Titel aus:
Bernstein, Boleslawski, Bondarewski, Botwinnik, Bronstein, Duras, Euwe, Fine, Flohr, Grünfeld, Keres, Kostic, Kotow, Löwenfisch, Lilienthal, Maróczy, Mieses, Najdorfi Ragosin, Reshevsky, Rubinstein, Sämisch, Smyslow, Ståhlberg, Szabó, Tartakower und Vidmar.
Jacques Mieses war zum Zeitpunkt der Erlangung des GM-Titels bereits 85 (!) Jah- re alt. Auch George Koltanowski bekam 1988 als 85-Jähriger diesen Titel honoris causa. Géza Maróczy stand immerhin im 81. Lebensjahr. Elf der ersten 23 Großmeister wurden im 19. Jahrhundert geboren. Kontrapunkt: David Bronstein war mit 26 der Jüngste im Bunde.
Robert Fischer wurde mit 15 Jahren, 4 Monaten und 28 Tagen GM, also Großmeister.
Heute hält Sergei Karjakin den Rekord (siehe Wunderkinder -› 26. Nov.)
Das jüngste Mädchen mit dem „männlichen“ GM-Titel ist seit kurzer Zeit die lnderin Humpy Koneru (15 Jahre, 1 Monat, 27 Tage).

Jung und Alt
Wassily Smyslow spielte als 63-Jähriger gegen Garri Kasparow (damals 21 Jahre alt) ein Kandidatenmatch. Er war genau dreimal so alt wie sein Gegner. 1996 trug Smyslow als 75-Jähriger eine Turnierpartie gegen Etienne Bacrot (damals 13!) aus.
Zwischen Samuel Reshevskys erstem und letztem Gewinn der US-Meisterschaft (1933 und 1969) liegt eine Zeitspanne von 36 Jahren. Mit 7 Jahren gab das Wunderkind Reshevsky bereits Simultanvorstellungen.
Joseph Blackburne spielte sowohl im zweiten Turnier der Geschichte 1862 in London als auch 1914 im St. Petersburger Großmeisterturnier.
Erik Lundin aus Schweden wurde knapp vor seinem 80. Geburtstag GM.
Michail Botwinniks Schachschule wurde von drei Weltmeistern besucht:
Karpow, Kasparow und Kramnik.
Milan Vidmar gewann das Turnier von Basel 1952 im Alter von 67 Jahren.
Viktor Kortschnoi brach altersmäßig alle Rekorde: Er siegte einen Monat vor
seinem 70. Geburtstag 2001 in Biel. Außerdem besiegte er 2001 den um 52 Jahre jüngeren FIDE-Weltmeister Ruslan Ponomarjow.

Quelle – pdf:

Schachtageskalender 08.01.
Schachtageskalender 08.01. Schach Tagesereignis, Schachgeschichte, Schachkalender, Schachtageskalender

Schachkalender – 07.01.

  1. Januar BIOGRAFIE: PAUL KERES
    KALENDER:
    Hans Johner *1889-1975, schweiz. IM Paul Keres *1916-1975, estn.-sowj. GM u. WM- Kandidat, Krishnan Sasikiran *1981, ind. GM Luke McShane *1985, eng, GM Harry Golombek †1995

    Geschätzt, verehrt, geliebt – der ewige Zweite und dennoch unheimlich sympathisch.
    Paul Keres
    Hunderttausende Trauernde säumten die Straßen Tallinns, als Paul Keres im Juni 1975 zu Grabe getragen wurde. Sein Bild ziert die estnische Fünf-Kronen-Banknote.
    Und hören Sie die Stimme eines unbekannten alten Mannes zur Gefühlslage der Esten:
    ››Ich weinte beim Tod von Keres so, wie ich nie zuvor geweint hatte.«

    Wohl kein Schachspieler hat je derartige Verehrung genossen wie dieser Gentleman par excellence, der zeitlebens die Freundlichkeit des Aristokraten ausstrahlte.
    Man könnte sagen nur Kasparov hat vielleicht noch mehr Energie bzw. Charisma zu seinen besten Zeiten. Keres wurde am 7. Januar 1916 in eine Schneiderfamilie hineingeboren. Wenn auch nicht als Wunderkind gefeiert, so fiel Paul bereits früh durch hervorragendes Spiel wie auch durch tiefe Problementwürfe auf. Keres hatte aber viele Talente. Er studierte nebenbei Mathematik und brachte es als Tennisspieler zum Vizemeister seines Heimatlandes. 1937 war das erste große Schachjahr des Esten. Fünfmal konnte er in internationalen Turnieren zumindest den geteilten ersten Platz erreichen, und man begann bereits über einen Weltmeisterschaftskampf gegen Aljechin zu munkeln. lm Sommer 1940 marschierten jedoch sowjetische Truppen in Estland ein, der Zweite Weltkrieg hatte begonnen – und Keres musste vorerst warten. Schach stand, wie jede geistige Aktivität, für Jahre im Abseits. 1948 griff Keres erneut entschlossen, wenn auch letztlich vergeblich nach der Krone im königlichen Spiel. Viermal wurde der sentimentale Favorit der Schachfans in Kandidatenturnieren Zweiter, jedes Mal vom Glück verlassen beim Versuch, die letzte Sprosse auf der Leiter des Triumphes zu meistern. Die Schachwelt wusste um seine Stärken, und 1960 machte Südafrika einen in der Geschichte der WM-Qualifikationen einmaligen Vorschlag: Keres ob seiner Verdienste außerhalb des WM-Zyklus einen Titelkampf austragen zu lassen. Nun, wie nicht anders zu er- warten, folgte der geharnischte Protest der sowjetischen Delegation;
    Keres, der mit seinem Auftreten seit der Einverleibung seiner Heimat stillen Protest signalisierte, schien ihr nicht linientreu genug. Dem großen Esten sollte das Schicksal des ewigen Zweiten nicht erspart bleiben. Auf der Rückreise von einem Turnier in Vancouver hörte sein Herz endgültig auf zu schlagen. Doch bleibt uns Boris Spasskis großer Nachruf: »Es war unmöglich, ihn, einen Menschen mit einmaligen Charaktereigen- schaften, nicht zu mögen.«

Quelle – pdf:

Schachtageskalender 07.01.
Schachtageskalender 07.01. Schach Tagesereignis, Schachgeschichte, Schachkalender, Schachtageskalender

Schachkalender – 06.01.

  1. Januar MISSION IMPOSSIBLE
    KALENDER: EJ Leonid lwanowitsch Kubbel *1892-1942†, russ. Problemkomponist
    Hermann Helms †1963

    Leonid Kubbel (eigentlich Karl Arthur Leonid, er hatte deutsche Vorfahren) war einer der gro- ßen Meister der Komposition. lm bürgerlichen Beruf war dieser kreative Denker Chemie-lnge- nieur. Er starb während der Blockade Leningrads. Kubbel erwarb mehr als 120 Auszeichnun gen für seine Studien und Probleme. Erfreuen Sie sich an diesem exquisiten Kunstwerk! Sie dürfen sich diese Studie wahrlich auf der Zunge zergehen lassen. Auch die beiden Brüder Arwid und Evgeni waren hervorragende Studienkomponisten und machen das CEvre dieser Familie zu einem gigantischen Fundus von über 1000 Kompositionen. Elegant auch Grigorij Popovs Mischung aus dem berühmten „Indischen Problem“ und dem Excelsiormarsch des Bauern -excellent.

    Leonid Kubbel in Schachmatny Listok 1922
    Weiß gewinnt. Von den Toten auferstanden, könnte man meinen, wenn man diese unerwartete Zugfolge vor dem geistigen Auge abrollen lässt.
    Die Bezeichnung »mission impossible« ist ähnlich stark wie gleichnamige Filme von Hollywood-Größen wie Tom Cruise und ist für diese Kubbel-Kreation ist mehr als verdient.
    Es beginnt mit einem dramatischen Opfer:
    1 .Sc6!! Zieht Schwarz mit seinem Bauer auf der a-Linie, folgt die Gabel durch den kecken Springer. Also 1 …Kxc6 2.Lf6! mit Blick auf das Umwandlungsfeld in der Ecke.
    2…Kd5 schützt den d-Bauern. Aber nun folgt ein wahrlich sensationeller Zug:
    3.d3!! Der eigene Bauer versperrt die Angriffslinie. 3…a2 scheint locker flockig zu gewinnen.
    Doch es geht weiter:
    4.c4+ 4…dxc4e.p. (e.p. = en pessant = Schlagen im Vorübergehen)
    5.Lxc3 4…Kc5 5.Kb7!!. Schwarz darf sich eine Dame holen:
    5…a1D.
    Tatenlos muss die frische schwarze Lady das überraschende Matt durch 6.Le7# mit ansehen! Grandissimo!
    Grigorij Popov Turnier für Problemkomponisten, Wien 2007
    Matt in 9#
    Schwarz ist nahezu unbeweglich.
    Und so gibt es eine forcierte (Schachprofis sprechen von erzwungenen = einzigen Zügen)
    Folge von solchen Zügen.
    1.Le4! Lf6 2.Lh7+ Ld4 3.Te4 Kd3 4.Th4+ Kc4 5.g4 Lf6 6.g5+ Ld4 g6 Kd3 8.g7+ Kc4 9.g8D/L# Studienartiger Durchmarsch! –
    Und: „The winner is – running Forrest, der laufende weiße Bauer.

Quelle – pdf:

Schachtageskalender 06.01.
Schachtageskalender 06.01. Schach Tagesereignis, Schachgeschichte, Schachkalender, Schachtageskalender