4. März BEGNADETE SCHACHGENIES

Bent Larsen – Danish Dynamite
Der dänische Weltklassespieler Bent Larsen wurde am 4.März 1935 in Thisted geboren. Für damalige Zeiten in frühem Alter erhielt er bereits 1956 nach hervorragen­dem Ergebnis bei der Moskauer Schacholympiade den Titel Großmeister. In den sechziger Jahren war er neben Bobby Fischer der große Herausforderer der sowjeti­schen Schacharmada. Larsen spielte immer überaus originell, scheute keine Ver­wicklungen und besaß auch große Sicherheit im Positionsspiel. Ein trauriger Rekord: 1988 war Bent Larsen der erste Großmeister, der gegen einen Computer unter Tur­nierbedingungen eine Partie verlor. Heute lebt Larsen mit seiner argentinischen Frau in deren Heimat. Regelmäßig verfasst er für mehrere Zeitschriften lesenswerte Schachkolumnen.

Peter Leko – Das Wunderkind
Bereits mit 14 Jahren erwarb das am 8. September 1979 in Subotica, Serbien, gebo­rene ungarische Wunderkind den Titel eines Großmeisters. Seither ist Leko im inter­nationalen Schach eine Macht. Manche Kritiker hielten ihn für zu friedfertig, um ganz an die Spitze zu kommen. Im Jahr 2004 wären diese Stimmen beinahe verhallt, als Leko an Weltmeister Kramnik erst in der 14 und letzten Partie scheiterte. Leko ist jedenfalls ein wahrer Verteidigungskünstler, der auch im Chess960 bis in die absolu­te Weltelite vordrang. Leko ist mit der Tochter des armenischen Schachgroßmeisters Arschak Petrosjan, der gleichzeitig sein Sekundant ist, verheiratet. Aktuell ist er Trainer des deutschen Talents Vincent Keymer.

Jan Timman – Topspieler des Westens
Jan Hendrik Timman wurde am 14. Dezember 1951 in Delft in eine gutbürgerliche, für alle Einflüsse of­fene Familie hineingeboren. Sein Vater war Mathe­matikprofessor an der Delfter Universität. Schon als Teenager ließ Timman sein außergewöhnliches Talent erkennen, und so kam nicht einmal sein drit­ter Platz bei der U20-Weltmeisterschaft in Jerusalem (als Fünfzehnjähriger) überraschend. Hans Bouwmeester wurde sein Trainer und Mentor, der auch immer Jans Positionsverständnis und seinen unge­heuren Fleiß und Arbeitseinsatz bewunderte. Als Teil der 68er-Generation wurde auch Timman vom Umbruchfieber angesteckt.
Seine langmähnige Frisur ist ein äußeres Zeichen dieses Lebensgefühls.
Timmans Schacherfolge aufzuzählen würde den Raum sprengen. Jedenfalls zählte der Niederländer zu den Top-3-Spielern der Welt. Heute arbeitet Timman als Chefredakteur von New in Chess, mit hervorragenden Kommentaren und Analysen zum Schachgeschehen.


Quelle: -pdf.

Schachkalender 04.03. proSchach.de
Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 04.03.

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