03. Mai LADY-CHESS

KALENDER: Nona Gaprindaschwili *1941, georg.-sowjet. FWM 1962-1978

Vera Menchik – Menchik-Club

Vera Menchik-Stephenson (so ihr späterer Name) wurde zwar in Moskau geboren, war jedoch tschechisch-britische Schachspielerin. Die erstmals 1927 ausgetragene Frauenweltmeisterschaft gewann sie mit 10,5 aus 11 Punkten . Danach war sie bis zu ihrem Tod im Damenschach praktisch unschlagbar. 1929 debütierte Menchik in Karlsbad und wurde prompt von den Männern belächelt. Albert Becker schlug spöt­tisch vor, dass jeder Spieler nach einer Niederlage gegen die Weltmeisterin dem Menchik-Club beitreten müsse.
Nun, Becker wurde das erste Mitglied. Größen des Schachs wie Euwe, Sultan Khan oder Mieses folgten. Von Geza Maroczy unterstützt, erreichte Menchik in Ramsgate 1929 ihr bestes internationales Resultat. Sie wurde Zweite, nur einen halben Punkt hinter dem Sieger Capablanca. Vera Menchik kam 1944 bei einem Bombenangriff in London ums Leben.

Nona Gaprindaschwili – 1. GM bei den Männern

Diese am 3.Mai 1941 geborene Georgierin errang als erste Frau der Schachgeschich­ te den Großmeistertitel bei den Männern. Sechzehn Jahre lang, von 1962 bis 1978, hielt sie den Weltmeistertitel bei den Frauen, bis zum Auftauchen ihrer Landsfrau Tschiburdanidse. Nach einem Englisch-Studium an der Universität Tiflis wurde Ga­prindaschwili Abgeordnete im Obersten Sowjet der Georgischen SSR. Nona war in Georgien so beliebt, dass sogar ein Parfum ihren Namen trug. Bis heute ist Gaprinda­ schwili eine überaus aktive Schachspielerin.

Maja Tschiburdanidse – Jüngste Schachweltmeisterin

Schon mit 17 Jahren konnte die am 17.Januar 1961 in Kutaissi geborene Maja Tschi­burdanidse den Weltmeisterthron bei den Frauen besteigen. Viermal verteidigte sie ihren Titel gegen Nona Alexandria, lrina Lewitina, Jelena Achmilowskaja und Nana Joseliani.
Erst 1991 musste sich Tschiburdanidse überraschend der jungen Chinesin Xie Jun geschlagen geben. Ein weiterer ihrer zahlreichen Rekorde: Tschiburdanidse war die erste Frau, die ein Turnier der Kategorie IX ungeschlagen überstand –
vor dreizehn Männern, acht davon Großmeister.

Xie Yun – Chinas erste Botschafterin

Völlig überraschend eroberte 1991 in Manila die bis dahin unbekannte Xie Yun ge­gen die hochfavorisierte Maja Tschiburdanidse den Weltmeistertitelbei den Frauen. Damit war China mit einem Paukenschlag auf die Weltbühne des königlichen Spiels getreten.
Zwei Jahre später verteidigte die Chinesin den Titel gegen Nana Joseliani, um dann 1997 für eine kurze Periode von Zsuzsa Polgar von der Spitze verdrängt zu werden. Zwischen 1999 und 2001 machte Xie nochmals ihrem Land Ehre.
Seither folgte eine rasante Lawine neuer chinesischer Wunderspielerinnen.
Allein 4 Chinesinnen sind 5/2022 in der Top10 zu finden. Tan, Zhongyi – Lei, Tingjie – Ju, Wenjun und an der Weltspitze: Hou, Yifan,
mancher ist vielleicht ein Yi-fan-Fan.


Quelle: -pdf.

Schachtageskalender 03.05.
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