Schachkalender – 06.02.

  1. Februar ZWEIZÜGER MIT RAFFINESSE

    KALENDER: Jackson Whipps Showalter †1935 ~ Alexander Tschernin *1960, ung.-russ. GM

    Effekte durch besondere Bewegungsläufe von Figuren oder kurios anmutende Verteilungen an bestimmten Brettabschnitten hinterlassen immer einen nachhaltigen Eindruck beim Be- trachten von Mattbildern. Folgende Probleme von Charles F. Stubbs und Hilmar Ebert sind elegante Beispiele.

    Charles F. Stubbs 1891
    ▪ Matt in 2 Der weiße Läufer darf den Weg über die lange Diagonale nicht scheuen:
    1.Lh1 d2 2.Txd2#.
    Schwarz kann sich beliebig aus der Klammer zu befreien versuchen, doch ist er immer zum Scheitern verurteilt:
    1…c3 Dxc3#;
    1…e5Dxa7#;
    1…Sd6 Dxd6 #;
    1…g3 Th4#;
    Alle Wege sind verschlossen und führen nicht mehr nach Rom.
    Steht dagegen der kraftvolle und stolze Läufer in der Ausgangsposition auf h1,
    macht er die Reise auf a8, mit gleich vernichtender Wirkung. So sehen effektive Zwischenzüge aus!

    Hillmar Ebert 1975
    ▪ Matt in2 , Der randorientierte Schlüsselzug lässt den schwarzen Monarchen
    mutterseelenallein im Universum des Schachbretts zurück.
    ▪ 1.Sc8!. Was immer der König versucht, das Matt folgt in gnadenloser Art und Weise:
    1…Kc6 2.Dd6#; 1…Ke6 2.Dd6#; 1…Kc4 2.Sb6# und 1 …Ke4 2.Df3#.
    Alle anderen ersten Züge erweisen sich als zu schwach –
    der Springer muss seine Kollegen vom Rand des Brettes aus unterstützen.
    Effektive Fernumzingelung!

Quelle -pdf:

Schachkalender 06.02. proSchach.de
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