Schachkalender – 11.02.

11. Februar Treppenwitz
KALENDER: Jewgeni Sweschnikow *195O, russ. GM u. Theoretiker

Eine elegante Schachtreppe löst die Aufgabe von Gregorz Grzeban fast in Treppenwitz-Manier.
Wenn auch ein altes Motiv, wird dieses hier in amüsanter Weise präsentiert.
Ebenso delikat ist das Endspiel-Epigramm von Hendrik G. Mesman.

Gregorz Grzeban Thèmes 64 1959, 1./2. Preis
▪ Weiß ziehtıund gewinnt Der erste Zug ist klar: 1.Ld5+ und der schwarze Springer muss vorgestellt werden. Aber was nun?
Nach Ziehen des h-Bauern auf h3 steht Schwarz auf Patt.
Hier beginnt der kleine Treppenwitz.
▪ 1.Ld5+ Sg2 2.La8! h3, und nun kommt die ominöse Schachtreppe zum Vor schein:
3.Kb7 Sf4 (oder beliebig) 4.Kb6+ Sg2 5.Kc6 usw. Langsam nähert sich der Monarch dem Bauern auf Feld h3. Nachdem dieser ge- schlagen ist, setzt der Läufer auf g2 matt. Hitzig Treppenwitzig!

Hendrik G. Mesman ca. 1959
▪ Weiß zieht und macht Remis Die weißen Bauern sind nicht in der Lage durchzulaufen.
Der schwarze d-Bauer dagegen scheint unbeirrt und unaufhaltbar.
Er zieht einfach einen Doppelschritt vor und entschwebt dem Zugriff des weißen Monarchen. Es geht jedoch auch anders.

▪ 1.Kf7 Lh6, um den weißen g-Bauern in Schach zu halten.
2.Kg8!!. Man traut seinen Augen kaum! Nimmt nun der schwarze König den Bauern auf a6, greift Weiß durch Kh7 den Läufer an und hält damit die kurze Diagonale f8- g7-h6 unter Kontrolle.
Daher: 2…d5 und alles scheint für Schwarz zu laufen. 3.Kh7 Lf8 4.Kg8! La3 5.Kf7 Lb2 (erzwungen, wegen 6.g7) 6.Ke6!
Jetzt kann der schwarze Bauer nicht weiterziehen, da er den eigenen Läufer absperren würde. Remis!
Raffinierte Umwege!

Quelle -pdf:

Schachkalender 11.02. proSchach.de

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