Schachkalender – 16.02.

  1. Februar FRAUENSCHACH

    KALENDER: Gustav Richard Ludwig Neumann †1881 – Vera Menchik *1906-1944, russ.-tschech. FWM 1927-1944
    Rudolf Teschner *1922-2006, dt. Ehren-GM u. Publizist

    Alles begann mit Vera MenchikFrauenschach, Schach matt, da war die Dame im Spiel.

    Wenn auch die ersten Clubs für Frauen bereits 1847 in den Niederlanden entstanden,
    so werden Frauen in der Schachwelt erst mit dem Auftauchen Vera Menchiks wirklich wahrgenommen. Diese überragende Spielerin dominierte zwischen 1927 und ihrem Tod 1944 alle Titelkämpfe nach Belieben. Menchik war auch für ihre männlichen Konkurrenten gefährlich – und zum Spott wurden Spieler, die gegen sie verloren, in den sogenannten Vera-Menchik-Club aufgenommen
    (berühmte Namen: Reshevsky, Mieses, Becker, Euwe).

    Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die lange Phase der sowjetisch (georgisch) dominierten Turniere, mit großartigen Spielerinnen wie Nona Gaprindaschwili oder Maja Tschiburdanidse. Zu neuen Höhen und zur Verschmelzung mit dem Männerschach kam es mit der Anhebung aller Frauen-Elo-Zahlen 1993 um 100 Punkte (Kuriose Ausnahme: Zsuzsa Polgár).

    Der Grund: Das ungehemmte Vordringen der Polgár-Schwestern in die höchsten Regionen der Weltranglisten. Zsuzsa, Zsófia und Judit Polgár waren unter der Ägide ihres Vaters nicht mehr bereit, die Trennung in Damen- und Herren-Turniere zu akzeptieren. Judit spielte sich in die Top-10 der Weltrangliste und machte damit die alten Vorurteile über das Damenschach verges- sen. Das letzte Jahrzehnt sah den Aufstieg chinesischer Spielerinnen in den Schach- himmel. Nach Xie Jun und Zhu Chen hält mit Xu Yuhua bereits die dritte Chinesin den Weltmeistertitel der Damen.

    Vor der Tür wartet mit Indiens Humpy Koneru bereits die nächste Super-Großmeisterin!

    Weltmeisterinnen OLYMPIASIEGE-DAMEN
    1927-1944 Vera Menchik (CSSR/Großbritannien) 1957, 1963, 1966, 1969, 1972, 1974 (UdSSR-Russland)
    1950-1953 Ludmilla Rudenko (UdSSR-Russland) 1976 Israel
    1953-1956/ Elisaweta Bykowa 1978, 1980, 1982, (UdSSR-Russland)
    1953-1962 (UdSSR) 1984, 1986 1988, 1990 Ungarn
    1956-1958 Olga Rubzowa (UdSSR-Russland) 1992, 1994, 1996 Georgien
    1962-1978 Nona Gaprindaschwili (UdSSR-Russland) 1998, 2000, 2002, 2004 China
    1978-1991 Maja Tschiburdanidse (UdSSR bzw. Georgien) 2006 Ukraine
    1991-1996/ Xie Jun 1999-2001 (China)
    1996-1999 Zsuzsa Polgár (Ungarn)
    2001-2004 Zhu Chen (China)
    2004-2006 Antoaneta Stefanowa (Bulgarien)
    2006-2008 Xu Yuhua (China)
    2008-2010 Alexandra Kostenjuk (Russland)
    2010-2012 Hou Yifan (China)
    2012-2013 Anna Uschenina (Ukraine)
    2013-2015 Hou Yifan (China)
    2015-2016 Marija Musytschuk (Ukraine)
    2016-2017 Hou Yifan (China)
    2017-2018 Tan Zhongyi (China)
    2016-dato Ju Wenjun (China)

    Quelle -pdf:
Schachkalender 16.02. proSchach.de
Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 16.02.